26.1.2019
Nu ma Butter bei die Fische

In einem Interview auf Stralsund TV (hier das Video) äußerte sich Bürgermeister Karsten Schneider zum Thema Abwahl der Veranstaltung Ironman durch die Gemeindevertretung. Diese war in den vergangenen 5 Jahren im und um das Ostseebad Binz durchgeführt worden. In dem Interview wurden durch Herrn Schneider nicht alle Details erzählt – ob nun bewusst oder unbewusst - denn der Köder muss ja dem Fisch schmecken und nicht andersrum. Auch fielen erneut Spitzen in Richtung Gemeindevertreter/innen und Ausschussmitglieder. Wir möchten hier einmal alle Fakten nennen, um endlich für Klarheit zu sorgen und den Halbwahrheiten ein Ende bereiten.
Das Thema Ironman muss inklusive Kurabgabensatzung, Fremdenverkehrsabgabensatzung sowie dem Haushalt der Gemeinde Binz betrachtet werden.
Allem voran – die Redakteurin Anna Lou Beckmann sollte in Ihrer Betrachtung mit mehr Neutralität herangehen. Auch etwas mehr Recherche könnte man erwarten – es ist schon eine ziemlich einseitige Berichterstattung. Uns ist bis heute kein Hotelier bekannt, der befragt wurde. Auch wurden anscheinend keine Gemeinde-/Ausschussmitglieder befragt - zumindest keine von BfB – Bürger für Binz sowie der Zählgemeinschaft Frau Dr. Tomschin und Herrn Tomschin. Gerne hätten wir zu diesem Thema aufgeklärt.
Aber nun zum Interview:
Auf Nachfrage von Frau Dr. Tomschin, wo denn die Kosten des Ironman jetzt einkalkuliert wären – im Haushalt der Kurverwaltung oder im Haushalt Gemeinde – wurde mitgeteilt, dass diese im Haushalt der Kurverwaltung geplant wurden. Und das, obwohl jeder der Gemeindevertreter/innen inkl. Bürgermeister wussten, dass dies rechtswidrig ist...
Unser Fraktionsvorsitzende Christian Mehlhorn beantragte eine namentliche Abstimmung. Die BfB-Bürger für Binz/Zählgemeinschaft Tomschin stimmten aus den oben genannten Fakten für den Beschluss und lehnten somit den Ironman ab. (Wer wie abstimmte, sollte im Protokoll der Gemeindevertretersitzung erkennbar sein.)
Wir fragen uns mittlerweile, mit welcher Arroganz dieser Ort regiert wird - nicht nur aus der Gemeinde heraus, sondern auch von einigen Gemeindevertretern.
Wie kann man sich über drei Aussagen hinwegsetzen und meinen, es sei Auslegungssache oder eine Rechtsaufsicht des Landkreises könne sich ja auch mal irren! Letzterem kann man ja zustimmen – niemand ist vollkommen Herr Bürgermeister.
Nun ist es gekommen, wie es kommen musste... Die untere Rechtsaufsichtsbehörde des Landkreises hat die gefassten Beschlüsse über die Kurabgabensatzung, den Wirtschaftsplan der Kurverwaltung sowie der Fremdenverkehrsabgabe als unrechtmäßig erklärt.
Resultat: Die Kurverwaltung kann immer noch nicht Kurabgaben und Fremdenverkehrsabgaben im Ortsteil Prora einnehmen. Und das nach millionenschweren Investitionen in die Infrastruktur.
Gerne wüssten wir, von welchen Summen wir hier sprechen, die uns somit fehlen!
Und wer somit auch die Verantwortung dafür trägt?
Abschließend lässt sich zum Ironman sagen:
Wir empfinden die Veranstaltung als eine gute – und Dank der Kurverwaltung, als ein erfolgreich gewachsenes Event.
Die Kosten stehen jedoch in keiner Relevanz zu den erhofften Erfolgen. Es ist eine 1-Tagesveranstaltung die nicht nur Binz, sondern auch große Teile der Insel einiges abverlangt. Es ist lange genug Zeit gewesen, andere Finanzierungsvarianten und Sponsoring auf den Weg zu bringen, sich mit den Gemeinden und Städten der Insel, dem Landkreis und dem Land Mecklenburg -Vorpommern und Vereinigungen zusammenzusetzen.
Alles Vorschläge, die wir im Betriebsausschuss erwähnt – wenn nicht sogar gefordert haben.
Aus diesem Grund ist es für uns befremdlich, dass sich Herr Schneider im Nachgang echauffiert und das Scheitern dieses Events nicht nur in die Schuhe der von den Bürgerinnen und Bürgern Binz und Prora gewählten Vertreter schiebt, sondern auch diese gleich selbst mit in den Topf wirft.
Er selbst, hat in einer Sitzung der Gemeindevertretung gesagt:
Wenn Sie dieses Event nicht haben wollen, wählen Sie es ab.
Nun ist es geschehen – und jetzt sollte man es auch akzeptieren, oder man hätte im Vorfeld ordentlich arbeiten sollen.
Wenn die Mehrheit der Gemeindevertretung und auch die daraus abzuleitende Gegenwehr der Bevölkerung erkannt wurde, warum wird dann so nachgetreten? Warum hat sich der Bürgermeister nicht im Vorfeld so öffentlich geäußert und um diese Veranstaltung gekämpft?
Binz hat immer mit den Kosten alleine dagestanden.
5 Jahre Veranstaltung Ironman = über 1 Mio € Ausgaben...
Wir sind angetretenen - und werden auch wieder dieses Jahr kandidieren, um eine korrekte Arbeit in den Ausschüssen zu leisten und mit bestem Wissen und Gewissen unseren Ort weiterzuentwickeln.
Kein ein anderes Format, keine andere Person spaltet Binz wie dieses.
- Kosten– Aussage Schneider Minute 7.02
- Finanzierung der Kosten:
